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Schaden durch Mineralölprodukte im Rahmen einer Baumaßnahme aufgedeckt und saniert

Im nördlichen Niedersachsen wurden im Laufe einer Baumaßnahme geruchlich und optisch auffällige Bodenbereiche angetroffen.

Das ca. 3.000 m² große Grundstück einer Mittelstadt nördlich von Hannover weist mehrere Gebäude unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Nutzung auf. Zum überwiegenden Teil handelt es sich um Kleingewerbe und Büros. Es wurde eine Modernisierung der bestehenden Bebauung angestrebt. Im Zuge dessen sollten marode Gebäude rückgebaut und die Versorgungsleitungen erneuert werden.

Bei der Entsiegelung der Oberfläche nach den Rückbauarbeiten wurden Bereiche im Untergrund angetroffen, die stark nach Mineralöl gerochen haben. Die Eigentümer haben daraufhin die zuständigen Behörden informiert. Seitens der örtlichen unteren Bodenschutzbehörde wurde dem Grundstückseigentümer empfohlen, ein Gutachterbüro für die Begleitung der Sanierung der belasteten Bodenbereiche hinzuzuziehen.

Die M&P Ingenieurgesellschaft mbH wurde im September 2022 mit der fachgutachterlichen Begleitung der Bauarbeiten beauftragt.

Auf der Projektfläche fanden in den letzten 100 Jahren unterschiedliche gewerbliche Nutzungen statt. Die höchste umwelttechnische Relevanz wiesen die Nutzungen als Kfz-Werkstatt und Kfz-Waschhalle auf. Es kam zu Einträgen in den Untergrund von solchen Schadstoffgruppen wie MKW und PAK. Die belasteten Bereiche sollten im Rahmen der aktuellen Baumaßnahme ausgekoffert und entsprechend der geltenden Regularien entsorgt werden.

Aufgrund der Nähe eines Vorfluters und der dort anstehenden torfigen Schichten lag der Stand des Schichtwassers ca. 0,80 m unter der Geländeoberkante, so dass eine Wasserhaltung durchgeführt werden musste. Das Schichtwasser wurde abgepumpt und über eine Aktivkohlefilterungsanlage aufbereitet. Das gereinigte Wasser wurde regelmäßig untersucht und mit der Zustimmung der örtlichen Wasserbehörde in die städtische Schmutzwasserkanalisation eingeleitet.

Im Laufe dieses Projektes wurden durch die Mitarbeitenden der M&P Nord insg. 30 Haufwerke bzw. Container beprobt. Weiterhin erfolgten mehrmalige in situ Probenahmen, da aufgrund der beengten Platzverhältnisse keine Aufhaldung des Bodenaushubs zwecks Probenahme und abfalltechnischer Deklaration erfolgen konnte.

Alle Arbeiten wurden in enger Abstimmung mit den örtlichen Behörden durchgeführt. Nach Beendigung dieser Maßnahme wird ein umfänglicher Projektbericht erstellt, der eine grundlegende Aufwertung dieses Grundstückes dokumentiert.

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