Luftbildern

Die Menschen hinter den Luftbildern

Historische Luftbilder bilden eine zentrale Grundlage für die Kampfmittelvorerkundung, wie sie heute von M&P Ingenieurgesellschaft Nord – Mitglied der SIERA Allianz durchgeführt wird. Bei der Recherche nach Ereignissen des Zweiten Weltkriegs und den in dieser Zeit entstandenen Luftaufnahmen stößt man gelegentlich auch auf Hinweise zu den Menschen hinter diesen Bildern – den Piloten, die sie unter lebensgefährlichen Bedingungen aufgenommen haben. Zwei dieser Piloten und ihre Einsätze stehen exemplarisch für den hohen historischen und fachlichen Wert dieses Materials.

Historische Luftbilder als Basis der Kampfmittelvorerkundung

Eine wichtige Grundlage für die bei M&P Ingenieurgesellschaft Norddurchgeführten Kampfmittelvorerkundungen ist das historische Luftbildmaterial aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Diese Aufnahmen ermöglichen es, potenzielle Kriegseinwirkungen zu erkennen und daraus Rückschlüsse auf mögliche Kampfmittelbelastungen zu ziehen.

Die Auswertung historischer Luftbilder verbindet ingenieurtechnische Analyse mit historischer Recherche. Sie ist ein wesentlicher Bestandteil der Planungssicherheit bei Bau- und Infrastrukturprojekten und trägt maßgeblich zur Identifikation kampfmittelverdächtiger Bereiche bei.

Robert R. Smith – Luftaufnahmen über Düren und Bonn

Am 26. November 1943 fertigte Robert R. Smith bei einem Aufklärungsflug im Raum Düren/Bonn eine Luftbildaufnahme an, die mehr als 80 Jahre später von M&P Ingenieure Nordim Zuge einer Luftbildauswertung zur Kampfmittelvorerkundung genutzt wurde, um potenzielle Kriegseinwirkungen zu erfassen.

Militärischer Hintergrund

Smith stieß im Sommer 1943 zur US-amerikanischen 7th Photographic Reconnaissance Group, die zu dieser Zeit auf dem englischen Flugplatz Mount Farm, etwa 100 Kilometer nordöstlich von London, stationiert war. Bereits am 27. Juni 1943 absolvierte er seinen ersten Aufklärungsflug für diese Einheit.

Informationen zu den eingesetzten Flugzeugen und den Einheiten dieser Zeit sind heute unter anderem im American Air Museum Archive dokumentiert
(https://assets.americanairmuseum.com/).

Abschuss und Kriegsgefangenschaft

Bei einem Aufklärungsflug über Cottbus wurde Robert R. Smith am 14. August 1944 durch deutsche Flak abgeschossen. Es gelang ihm, sein Flugzeug zu landen und aus der brennenden Maschine auszusteigen. Anschließend geriet er in Kriegsgefangenschaft, in der er bis zum Kriegsende verblieb.

Die von Smith aufgenommenen Luftbilder haben jedoch bis heute Bestand und werden weiterhin für fachliche Bewertungen in der Kampfmittelvorerkundung herangezogen.

Glen E. Wiebe – Luftbilder aus dem Raum Wolfsburg

Ein weiteres Beispiel ist Glen E. Wiebe, der am 2. August 1944 Luftaufnahmen im Raum Wolfsburg anfertigte. Auch diese historischen Luftbilder wurden von M&P Ingenieurgesellschaft Nordim Rahmen einer Luftbildauswertung zur Kampfmittelvorerkundung genutzt.

Einsatz bei der 7th Photographic Reconnaissance Group

Wiebe kam am 22. Mai 1944 ebenfalls zur 7th Photographic Reconnaissance Group und war – wie Robert R. Smith – auf dem Flugplatz Mount Farm stationiert. Innerhalb kurzer Zeit führte er mehrere Einsätze über deutschem Gebiet durch.

Tod im Einsatz

Nur wenige Wochen nach dem oben genannten Einsatz wurde Glen E. Wiebe am 23. August 1944 bei Freiburg durch deutsche Jagdflugzeuge abgeschossen und kam dabei ums Leben. Er wurde nur 23 Jahre alt. Informationen zu seinem Grab und seiner militärischen Laufbahn sind bis heute dokumentiert
(https://de.findagrave.com/memorial).

Seine Luftbilder stellen dennoch einen bleibenden Beitrag zur Bewertung möglicher kampfmittelverdächtiger Bereiche dar.

Bedeutung für die heutige Ingenieurpraxis

Am Beispiel dieser beiden Piloten wird deutlich, unter welchen lebensgefährlichen Bedingungen die Luftbilder entstanden sind, die heute eine zentrale Grundlage für die Ausweisung und Räumung kampfmittelverdächtiger Bereiche bilden.

Die Arbeit von M&P Ingenieurgesellschaft Nordbaut auf dieser historischen Grundlage auf und verbindet sie mit moderner ingenieurtechnischer Methodik. Historische Dokumentation, präzise Analyse und verantwortungsvolle Planung greifen dabei ineinander.

Übersicht: Historische Luftbilder und heutige Nutzung

PilotAufnahmedatumRegionHeutige Nutzung
Robert R. Smith26.11.1943Düren / BonnKampfmittelvorerkundung
Glen E. Wiebe02.08.1944WolfsburgKampfmittelvorerkundung

Fazit

Historische Luftbilder sind weit mehr als reine Zeitdokumente. Sie sind ein unverzichtbares Werkzeug für die sichere Planung von Bau- und Infrastrukturmaßnahmen. Die Einsätze von Piloten wie Robert R. Smith und Glen E. Wiebe bilden bis heute eine tragende Grundlage für die fachliche Arbeit von M&P Ingenieurgesellschaft Nordund zeigen eindrücklich, wie eng Geschichte und moderne Ingenieurleistung miteinander verbunden sind.

Erfahren Sie mehr über die Leistungen von M&P Ingenieurgesellschaft Nord – Mitglied der SIERA Allianz im Bereich Kampfmittelvorerkundung und historische Luftbildauswertung auf unserer Website. Gemeinsam stehen wir für Engineering For A Better Tomorrow.